Drei Ausgänge, eine klare Ergebniszuordnung

Updated November 2026
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Die Zeichen 1, X und 2 stehen für Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg; die genaue Torzahl ist für diese Einordnung nicht ausschlaggebend.

Fussballspiel im Schweizer Stadion mit zwei Mannschaften und Schiedsrichter

Die drei möglichen Ausgänge einer 1X2-Wette

Eine 1X2-Wette ordnet einer Partie drei mögliche Resultate zu: Der Gastgeber gewinnt, das Spiel endet unentschieden oder die Auswärtsmannschaft siegt. Die Auswahl bezieht sich damit auf den Ausgang des direkten Duells. Sie verlangt eine Einschätzung dazu, welche dieser drei Möglichkeiten am Ende zutrifft.

Die drei Ausgänge bilden gemeinsam die Ergebnisstruktur der Wettart. Bei einem Sieg der Heimmannschaft gehört das Resultat zum Heimsieg, bei einem Erfolg der Gäste zum Auswärtssieg. Steht es nach dem Spiel gleich, liegt ein Unentschieden vor. Für die Einordnung zählt also, ob eine Mannschaft einen Vorsprung erzielt und das Spiel gewinnt oder ob keine Seite als Sieger hervorgeht.

Diese Einteilung gilt unabhängig davon, wie knapp oder deutlich ein Spiel verläuft. Ein knapper Erfolg und ein hoher Sieg fallen beide unter dieselbe Kategorie: die siegreiche Mannschaft entscheidet darüber, ob die Partie als Heim- oder Auswärtssieg eingeordnet wird. Die genaue Höhe des Resultats ist für die Grundstruktur der 1X2-Wette nicht ausschlaggebend. Ebenso bleibt ein Unentschieden ein eigener Ausgang, unabhängig davon, ob während der Partie viele oder wenige Tore gefallen sind.

Ein Ergebnis, eine Kategorie

Die drei Möglichkeiten stehen nebeneinander und schliessen sich für die Abrechnung gegenseitig aus. Eine Partie kann im Ergebnis nicht gleichzeitig als Heimsieg und Auswärtssieg gewertet werden. Ebenso ist ein Unentschieden kein zusätzlicher Bestandteil eines Sieges, sondern eine eigene Ergebniskategorie. Die Vorhersage bezieht sich auf genau einen dieser Ausgänge.

Daraus ergibt sich eine einfache Prüffrage: Welche Mannschaft gewinnt, oder endet das Spiel ohne Sieger? Diese Frage erfasst die Grundlogik, ohne weitere Merkmale des Spiels einzubeziehen. Spielverlauf, Ballbesitz oder einzelne Torchancen ändern für sich genommen nicht, welcher der drei Ausgänge am Ende vorliegt. Entscheidend ist das gewertete Endergebnis.

Eine 1X2-Wette ist deshalb eine Ergebnisprognose und keine Vorhersage über die genaue Torzahl. Wer einen Heimsieg auswählt, legt sich auf einen Erfolg des Heimteams fest, nicht auf eine bestimmte Höhe des Sieges. Bei einer Prognose auf ein Unentschieden wird kein Sieger vorausgesagt. Die Auswahl auf einen Auswärtssieg richtet sich entsprechend auf einen Erfolg der Gastmannschaft. Diese Zuordnung beschreibt, was die drei möglichen Resultate voneinander unterscheidet.

Was die Prognose abbildet

Die Wettart fasst unterschiedliche Spielverläufe in einer knappen Ergebniskategorie zusammen. Ein Team kann früh in Führung gehen, später zurückfallen oder erst kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer erzielen. Für die Einordnung als Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg zählt nicht der Weg dorthin, sondern das Ergebnis, das für die Partie gewertet wird. Die 1X2-Wette bezieht sich auf die reguläre Spielzeit einschliesslich Nachspielzeit; gewertet wird das Endergebnis nach diesem Abschnitt.

Damit bleibt der Gegenstand der Prognose begrenzt: Sie betrifft den Ausgang der Partie innerhalb dieses Rahmens. Sie sagt weder aus, wie viele Tore fallen, noch beschreibt sie, wann ein Treffer erzielt wird. Solche Aspekte sind eigenständige Fragen und gehören nicht zur Definition der drei Grundausgänge.

Die Bezeichnung 1X2 fasst diese Dreiteilung zusammen. Im Kern geht es stets um die Zuordnung des gewerteten Ergebnisses zu einem von drei Fällen: Erfolg des Heimteams, Remis oder Erfolg der Auswärtsmannschaft. Die Grundlogik ist damit unabhängig von der konkreten Sportpartie verständlich; die beteiligten Teams wechseln, die drei Ergebnisarten bleiben gleich.

Anbieter für 1X2-Wetten im Vergleich

Für einen Vergleich von 1X2-Angeboten zählen die verfügbaren Spielausgänge und die dazugehörigen Quoten: Sie sollten für dieselbe Begegnung und denselben Markt nachvollziehbar sein. Auch Bonusangebote und ihre Bedingungen können eine Rolle spielen, ebenso Einzahlungsmethoden, Mindesteinzahlung und Auszahlungsdauer. Produktmerkmale wie Livewetten oder Statistiken helfen bei der Einordnung des Angebots. Für die Bewertung gehören zudem Informationen zu Limits, Auszeiten und Selbstausschluss dazu.

Anbieter Auszahlungsgeschwindigkeit Mindesteinzahlung Zahlungsmethoden Merkmale
Jouez Sport bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) — TWINT, Visa Cash-out, iOS-App
Sporttip 5–10 Arbeitstage 10 CHF TWINT, PostFinance, Kreditkarte Live-Statistiken, Livewetten, iOS-App, Android-App
PlayZilla — 10 CHF Visa, Mastercard Livewetten, Virtuelle Sportarten, Pferdewetten, Casino
Playio — 10 CHF Visa, Mastercard, Paysafecard Casino, Live-Casino
Billybets — 20 CHF Karte, Paysafecard, USDT Casino, Live-Casino
Glorion bis zu 3 Werktage 10 CHF Bitcoin, Ethereum —
Wettigo sofort bis 3–7 Tage (je nach Methode) 10 CHF — —
Casinozer 24–48 Stunden nach Verifizierung — — E-Sport, Casino
Instant Casino sofort, bei manueller Prüfung bis zu 24 Stunden — Visa, Mastercard Livewetten, Casino, Live-Casino
Betalright — 10 CHF Visa, Mastercard, Paysafecard, USDT Casino, Live-Casino

Jouez Sport

Jouez Sport bietet Cash-out und eine iOS-App als Produktmerkmale. Die Plattform wird von der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert; für Einzahlungen stehen TWINT und Visa zur Verfügung. Auszahlungsanträge von Montag bis Donnerstag werden innerhalb von bis zu drei Werktagen bearbeitet, bei Anträgen von Freitag bis Sonntag sind es bis zu sechs Werktage. Zu den Spielerschutz-Tools zählen Verlustlimiten, ein vorübergehender Spielausstieg von einem Tag bis sechs Monaten und eine unbefristete freiwillige Spielsperre.

Sporttip

Sporttip verbindet Livewetten mit Live-Statistiken und bietet Apps für iOS und Android. Die Plattform ist von der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert. Eine Einzahlung ist ab 10 CHF möglich; dafür nennt Sporttip TWINT, PostFinance und Kreditkarte als Zahlungsmethoden. Die Auszahlung dauert fünf bis zehn Arbeitstage. Für verantwortungsvolles Spielen lassen sich Verlustlimiten pro Tag sowie für sieben und 30 Tage festlegen, separat für Sporttip. Hinzu kommen eine freiwillige Spielsperre von einem bis 180 Tagen und eine unbefristete Spielsperre.

PlayZilla

PlayZilla bietet Livewetten sowie virtuelle Sportarten und Pferdewetten. Zum weiteren Produktangebot gehört ein Casino. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; als Zahlungsmethoden sind Visa und Mastercard verfügbar. Damit umfasst das Angebot neben den Livewetten auch mehrere weitere Wett- und Unterhaltungsbereiche. Bei der Betrachtung der Einzahlung lassen sich die genannte Mindesthöhe und die beiden Kartenoptionen berücksichtigen. Die Produktmerkmale reichen von Sportangeboten bis zum Casino.

Playio

Playio führt Casino und Live-Casino als Produktmerkmale. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF. Für Einzahlungen stehen Visa, Mastercard und Paysafecard zur Verfügung. Damit umfasst die Auswahl sowohl zwei Kartenoptionen als auch Paysafecard; zugleich gehören Casino und Live-Casino zum Angebot. Die genannten Eckpunkte geben einen Überblick über Einzahlungshöhe, Zahlungsmöglichkeiten und Produktbereiche von Playio.

Billybets

Billybets nennt Casino und Live-Casino als Bestandteile seines Angebots. Die Mindesteinzahlung beträgt 20 CHF. Als Zahlungsmethoden werden Karte, Paysafecard und USDT aufgeführt. Bei der Einordnung lassen sich damit die Mindesthöhe der Einzahlung und drei unterschiedliche Zahlungsoptionen berücksichtigen. Das Produktangebot umfasst neben dem Casino auch Live-Casino.

Glorion

Glorion ermöglicht Auszahlungen innerhalb von bis zu drei Werktagen. Für Einzahlungen beträgt die Mindestsumme 10 CHF; als Zahlungsmethoden werden Bitcoin und Ethereum genannt. Damit umfasst die Zahlungsübersicht zwei Kryptowährungen, während die Auszahlungsdauer in Werktagen angegeben ist. Die Mindesthöhe der Einzahlung und die Bearbeitungsdauer sind die konkret bezifferten Eckpunkte des Angebots.

Wettigo

Wettigo nennt Blue Pepper B.V. als Betreiber und bietet Einsatz- und Verlustlimits. Eine Auszeit lässt sich für einen, sieben, 30 oder 90 Tage wählen; ausserdem gibt es einen Selbstausschluss für ein Jahr. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Auszahlungen erfolgen je nach Methode sofort oder innerhalb von drei bis sieben Tagen. Die Angaben umfassen damit Spielerschutzoptionen, Einzahlungshöhe und unterschiedliche Auszahlungszeiten.

Casinozer

Casinozer bietet E-Sport und Casino als Produktbereiche. Auszahlungen erfolgen innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Verifizierung. Die genannten Angaben verbinden damit zwei Produktmerkmale mit einem konkreten Zeitfenster für die Auszahlung. Für die Einordnung des Angebots sind insbesondere die aufgeführten Bereiche und die an die Verifizierung geknüpfte Auszahlungsdauer relevant.

Instant Casino

Instant Casino bietet Livewetten, Casino und Live-Casino. Auszahlungen erfolgen sofort; bei einer manuellen Prüfung kann es bis zu 24 Stunden dauern. Für Einzahlungen werden Visa und Mastercard genannt. Als Spielerschutzoption ist ein Selbstausschluss über den Support für sechs Monate bis fünf Jahre verfügbar. Die Angaben umfassen damit Produktbereiche, Kartenoptionen, Auszahlungszeiten und eine zeitlich definierte Möglichkeit zum Selbstausschluss.

Betalright

Betalright führt Casino und Live-Casino als Produktmerkmale. Eine Einzahlung ist ab 10 CHF möglich. Zur Auswahl stehen Visa, Mastercard, Paysafecard und USDT. Damit umfasst die Übersicht zwei Kartenoptionen sowie Paysafecard und USDT; die Mindesteinzahlung ist ebenfalls konkret angegeben. Das Angebot verbindet diese Zahlungsangaben mit den Produktbereichen Casino und Live-Casino.

Worauf es beim Vergleich ankommt

Für die Einordnung von 1X2-Angeboten sind zunächst die verfügbaren Ausgänge und die Quoten für dieselbe Begegnung entscheidend. Ergänzend geben Einzahlungsmethoden, Mindesteinzahlung und Auszahlungsdauer praktische Vergleichspunkte. Livewetten, Statistiken und weitere Produktmerkmale unterscheiden die Angebote; Limits, Auszeiten und Selbstausschluss zeigen, welche Spielerschutzoptionen jeweils genannt werden.

Wofür 1, X und 2 in der Ansetzung stehen

Die Zeichen in einer 1X2-Wette ordnen die drei möglichen Resultate den Teams der angesetzten Partie zu. Bei einer Begegnung mit Heim- und Auswärtsmannschaft bezeichnet 1 den Heimsieg, X das Unentschieden und 2 den Auswärtssieg. Die Ziffern sind somit keine Bewertung der Mannschaften und geben auch keine Rangfolge ihrer Stärke an. Sie verweisen auf die Rolle, die jedes Team in der Ansetzung hat.

Bei einem Spiel mit festgelegtem Heimteam ist die Zuordnung unmittelbar: Ein Erfolg der Heimmannschaft entspricht der Auswahl 1, ein Remis der Auswahl X und ein Sieg des Gastteams der Auswahl 2. Wer wissen möchte, was 1X2 bei Sportwetten bedeutet, muss deshalb zunächst die Anzeige der Partie lesen. Erst aus der dort genannten Teamreihenfolge und der Zuordnung von Heim- und Auswärtsmannschaft ergibt sich, auf welchen Ausgang sich die einzelne Auswahl bezieht.

Die Bezeichnungen setzen keine bestimmte Sportart voraus. Entscheidend ist, dass die Partie als Heim- und Auswärtsspiel oder mit einer entsprechenden Reihenfolge der Teams angesetzt ist. Die 1 steht dabei nicht allgemein für das zuerst genannte Team unter allen Umständen, sondern bei einer gewöhnlichen Heimspielansetzung für den Heimsieg. Ebenso meint die 2 nicht einfach die zweite Ziffer einer Ergebnisanzeige, sondern den Erfolg der Auswärtsmannschaft. Das X markiert den ausgeglichenen Ausgang.

1

Steht für den Heimsieg, also den Erfolg der Mannschaft, die als Gastgeber geführt wird.

X

Bezeichnet das Unentschieden, wenn die Partie ohne Sieger endet.

2

Steht für den Auswärtssieg, also den Erfolg der Gastmannschaft.

Bei neutralem Spielort lässt sich die Rolle als Gastgeber nicht aus dem tatsächlichen Veranstaltungsort ableiten. In diesem Fall richtet sich die Zuordnung nach der Reihenfolge in der Ansetzung: 1 steht für das zuerst aufgeführte Team, 2 für die zweite Mannschaft. Ein neutraler Austragungsort macht die Zuordnung also nicht beliebig; die Reihenfolge der Teams bleibt dafür massgeblich. Das X bezeichnet weiterhin ein Unentschieden.

Damit kann dieselbe Kennzeichnung je nach Ansetzung unterschiedlich auf konkrete Teams verweisen. Steht eine Mannschaft an erster Stelle und ist als Heimteam geführt, fällt ein Sieg dieser Mannschaft unter 1. Bei neutralem Platz steht 1 dagegen für das erstgenannte Team, unabhängig davon, dass es vor Ort keinen Heimvorteil im üblichen Sinn gibt. Für die Auswahl ist daher die konkrete Paarung ausschlaggebend, nicht allein der Name eines Teams oder der Ort, an dem gespielt wird.

Die Kürzel beschreiben jeweils einen möglichen Ausgang der angesetzten Partie. Sie sind keine Abkürzungen für bestimmte Mannschaften und lassen sich nicht ohne die dazugehörige Begegnung interpretieren. Bei einer neutralen Partie liefert die Ansetzungsreihenfolge die nötige Orientierung; bei einer Heimspielansetzung erfüllt diese Funktion die Zuordnung von Heim- und Auswärtsteam. So bleibt die Bedeutung der drei Zeichen auf die konkrete Partie bezogen.

Reguläre Spielzeit, Nachspielzeit und Verlängerung

Für die Abrechnung einer 1X2-Wette ist entscheidend, welcher Spielstand am Ende der regulären Spielzeit feststeht. Im Fussball umfasst diese den vorgesehenen Spielabschnitt und die vom Schiedsrichter gewährte Nachspielzeit. Ein Tor, das während dieser Nachspielzeit fällt, fliesst deshalb in das Ergebnis ein, auf dessen Grundlage die Wette ausgewertet wird.

Die Nachspielzeit ist keine zusätzliche Verlängerung im Sinn einer K.-o.-Entscheidung. Sie gleicht Unterbrechungen innerhalb der regulären Spielzeit aus und gehört weiterhin zu dieser. Endet die Partie nach ihrer Berücksichtigung mit einem bestimmten Spielstand, wird dieser für die 1X2-Wette herangezogen. Der Stand nach dem Schlusspfiff der regulären Spielzeit ist somit massgeblich, nicht ein späterer Spielstand aus weiteren Entscheidungsteilen.

Kommt es in einem Wettbewerb anschliessend zu einer Verlängerung, verändert deren Ergebnis die Wertung einer gewöhnlichen 1X2-Wette nicht. Das gilt ebenso für ein Penaltyschiessen: Es entscheidet gegebenenfalls über das Weiterkommen, gehört aber nicht zum Resultat der regulären Spielzeit. Ein Team kann daher nach der Verlängerung oder im Penaltyschiessen als Sieger feststehen, während für die 1X2-Auswertung weiterhin der Stand nach regulärer Spielzeit und Nachspielzeit gilt.

Diese zeitliche Abgrenzung ist auch für die Frage wichtig, was eine Formulierung wie „1X2 bei Sportwetten“ umfasst. Ohne abweichenden Hinweis bezieht sich die Auswahl auf das Ergebnis nach Ablauf der regulären Spielzeit einschliesslich Nachspielzeit. Massgeblich ist allerdings die konkrete Marktbezeichnung: Weist ein Angebot ausdrücklich auf eine andere Abrechnungsgrundlage hin, ist diese Kennzeichnung zu beachten. Eine 1X2-Wette auf die reguläre Spielzeit darf daher nicht mit einer Wette auf das Weiterkommen oder den späteren Turniersieg gleichgesetzt werden.

1X2-Sportwetten im Schweizer Rahmen

Eine 1X2-Wette ist eine Form der Sportwette, deren rechtliche Einordnung in der Schweiz vom Angebot und dessen Zulassung abhängt. Sportwetten sind grundsätzlich legal; Geldspiele werden seit 2019 staatlich reguliert. Für die Einordnung ist daher nicht allein entscheidend, dass eine Plattform eine Wette auf ein Sportereignis anbietet. Ebenso relevant ist, ob sie ihre Dienste in der Schweiz rechtmässig anbieten darf.

Für Sportwetten gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Diese Altersgrenze betrifft die Teilnahme an der Wettform und ist von Hinweisen oder Zugangsvorgaben zu unterscheiden, die eine Website selbst umsetzen muss. Eine 1X2-Auswahl wird nicht dadurch zu einem zulässigen Angebot, dass sie sich auf ein gewöhnliches Sportresultat bezieht; massgeblich bleibt der rechtliche Status des Anbieters.

Ausländische Wettanbieter dürfen ihre Dienste in der Schweiz nicht anbieten. Online-Angebote, die hier nicht bewilligt sind, gelten als illegal und können durch Netzsperren unzugänglich gemacht werden. Wer an solchen Wetten teilnimmt, macht sich zwar nicht strafbar. Daraus folgt jedoch keine Absicherung des Einsatzes: Bei unbewilligten Angeboten besteht keine verlässliche Garantie, dass ein erzielter Gewinn im Streitfall ausgezahlt wird, und der eingesetzte Betrag kann verloren gehen. Auch der Zugang zu einer ausländischen Domain kann durch den Internetanbieter gesperrt werden.

Für die rechtliche Bewertung sollte deshalb zwischen der Teilnahme einer Person und dem Angebot eines Unternehmens unterschieden werden. Die fehlende Strafbarkeit der teilnehmenden Person bedeutet nicht, dass ein ausländischer Anbieter in der Schweiz tätig sein darf. Ebenso ist eine Netzsperre kein Nachweis dafür, dass eine Wette inhaltlich anders ausgewertet würde; sie betrifft den Zugang zum Angebot. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten. Werbung für erlaubte Geldspiele darf weder aufdringlich noch irreführend sein.

Das Schweizer Angebot ist zudem mit einer gemeinnützigen Zweckbindung verbunden: Der Reingewinn aus lokalen Sportwetten muss vollständig gemeinnützigen Zwecken zugutekommen. Sportwetten sind damit nicht als Geldanlage oder als verlässliche Quelle regelmässigen Einkommens einzuordnen. Ein einzelnes Spielergebnis lässt sich nicht als Einnahme planen; der mögliche Ausgang einer Wette bleibt unsicher.

Ein verantwortungsbezogener Umgang schliesst auch ein, verlorene Einsätze nicht durch immer höhere oder zusätzliche Wetten ausgleichen zu wollen. Eine solche Reaktion kann die finanzielle Belastung vergrössern, ohne einen späteren Erfolg abzusichern. Für die Betrachtung von Sportwetten 1X2 im Schweizer Rahmen stehen deshalb drei Fragen nebeneinander: ob die Teilnahme altersmässig zulässig ist, ob das Angebot in der Schweiz bewilligt ist und ob die Wettaktivität als Glücksspiel statt als Einkommensstrategie verstanden wird.

Doppelte Chance, Unentschieden-Geld-zurück und kombinierte Märkte

Neben der klassischen 1X2-Wette gibt es Märkte, bei denen eine Auswahl mehr als einen Spielausgang umfasst oder mehrere Vorhersagen miteinander verbindet. Dadurch verändert sich, welche Ergebnisse eine Wette abdeckt und unter welchen Bedingungen sie gewinnt. Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Wettform; entscheidend ist daher, welche Ausgänge oder Ereignismerkmale in der Auswahl enthalten sind.

Empfehlenswert

  • Doppelte Chance für breitere Abdeckung nutzen
  • Draw No Bet für Einsatzrückgabe bei Remis wählen
  • Kombi-Wetten für Ergebnis und Torzahl verbinden

Zu vermeiden

  • Draw No Bet mit Gewinn bei Unentschieden verwechseln
  • Doppelte Chance als einfache Ergebnisoption sehen
  • Kombi-Wetten mit einer isolierten 1X2-Auswahl gleichsetzen

Doppelte Chance

Bei der Doppelten Chance werden zwei der drei möglichen Ausgänge einer Partie in einer Auswahl zusammengefasst. Die Varianten heissen 1X, X2 und 12. 1X umfasst einen Heimsieg oder ein Unentschieden. X2 steht für ein Unentschieden oder einen Auswärtssieg. Mit 12 wird auf einen Sieg eines der beiden Teams gesetzt; ein Remis gehört nicht zu dieser Auswahl.

Die Auswahl legt somit fest, welche zwei Resultate die Wette abdecken. Bei 1X ist ein Auswärtssieg nicht eingeschlossen, bei X2 kein Heimsieg. Die Variante 12 schliesst das Unentschieden aus. Die Kürzel zeigen damit nicht nur eine andere Schreibweise, sondern eine gegenüber einer einzelnen Ergebnisoption breitere Abdeckung. Welche Auswahl passt, hängt davon ab, welche Resultate durch die Prognose erfasst werden sollen; aus der Bezeichnung allein folgt keine Aussage darüber, wie wahrscheinlich ein bestimmter Ausgang ist.

Unentschieden-Geld-zurück

Eine andere Abwandlung ist Draw No Bet, auch als „Unentschieden Geld zurück“ bezeichnet. Dabei fehlt das Remis als eigene Wettoption. Die Auswahl bezieht sich auf den Sieg eines Teams; endet die Partie unentschieden, wird der Einsatz zurückerstattet. Das Remis führt hier also weder zu einem Sieg der Auswahl noch zu einem verlorenen Einsatz, sondern zur Rückzahlung.

Damit unterscheidet sich diese Form von der Doppelten Chance. Bei 1X oder X2 ist das Unentschieden ausdrücklich einer der abgedeckten Ausgänge. Bei Draw No Bet wird es nicht als gewinnender Ausgang mitgeführt, sondern löst die Rückgabe des Einsatzes aus. Eine Auswahl auf den Heimsieg erfasst bei dieser Variante folglich nicht auch ein Remis; für den Auswärtssieg gilt die entsprechende Abgrenzung.

Die Formulierung „Unentschieden Geld zurück“ beschreibt die Abwicklung für den Fall eines Remis. Sie bedeutet nicht, dass das Unentschieden selbst als Tipp gewonnen wird. Für die Einordnung ist daher relevant, ob das Remis Teil der gewählten Ergebniskombination ist oder lediglich die Rückzahlung auslöst.

Ergebnis und Torzahl kombiniert

Bei einer 1X2-Kombination mit Under/Over werden zwei Prognosen zusammengeführt: die Vorhersage des Endergebnisses und eine Einschätzung dazu, ob die Trefferzahl über oder unter einer festgelegten Linie liegt. Die Auswahl verbindet damit einen Ergebnis- und einen Torzahlmarkt. Eine solche Kombination verlangt, dass beide Teile der Prognose berücksichtigt werden; sie ist nicht mit einer isolierten Auswahl auf den Spielausgang gleichzusetzen.

Die genannten Formate verändern die Struktur der Auswahl auf unterschiedliche Weise: Die Doppelte Chance fasst mehrere Ergebnisse zusammen, Draw No Bet behandelt ein Remis als Anlass für die Rückerstattung, und die Kombination mit Under/Over ergänzt die Ergebnisprognose um eine Torzahl.

Quoten, Rückzahlung und Buchmacher-Marge

Die Quoten einer 1X2-Wette drücken aus, wie der Buchmacher die Wahrscheinlichkeit der möglichen Ergebnisse einschätzt. Zugleich zeigen sie, welcher Gesamtrückzahlungsbetrag bei einer erfolgreichen Auswahl möglich ist. Eine höhere Quote steht dabei für eine geringere vom Anbieter angesetzte Wahrscheinlichkeit; sie ist keine Gewissheit über den tatsächlichen Spielausgang.

Für die Berechnung der Rückzahlung wird der Einsatz mit der Quote multipliziert. Die ausgewiesene Quote umfasst bereits den Einsatz. Der daraus entstehende Betrag ist somit nicht mit dem reinen Gewinn gleichzusetzen: Dieser ergibt sich erst, wenn der ursprüngliche Einsatz vom Gesamtrückzahlungsbetrag abgezogen wird. Bei einer verlorenen Auswahl wird der Einsatz nicht zurückgezahlt.

Die drei Quoten lassen sich auch über ihre Kehrwerte betrachten. Der Kehrwert einer Quote entspricht einer Gewinnschwelle: Er beschreibt, welcher Anteil erfolgreicher Fälle nötig wäre, damit sich eine Auswahl rechnerisch trägt, sofern die übrigen Bedingungen ausser Betracht bleiben. Die Kehrwerte der drei Ergebnisse werden addiert. Liegt ihre Summe über 100 Prozent, wird der darüber hinausgehende Anteil als Marge des Wettanbieters bezeichnet.

Die Marge erklärt, weshalb die aus den Quoten abgeleiteten Gewinnschwellen zusammen mehr als die gesamte Wahrscheinlichkeit des möglichen Ergebnisspektrums beanspruchen können. Sie ist in den angesetzten Quoten enthalten und wirkt sich auf die rechnerische Ausgangslage aus. Die Quoten geben daher sowohl eine Einschätzung des Buchmachers als auch die Grundlage für die mögliche Rückzahlung wieder; sie stellen keine neutrale Prognose des Spielausgangs dar.

Wie sind die Quoten bei 1X2?

Sie zeigen, wie wahrscheinlich der Buchmacher die drei Ausgänge einschätzt und wie hoch die mögliche Rückzahlung ist. Die Quote umfasst den Einsatz.

Welcher Spielstand zählt für die 1X2-Wette?

Es zählt das Endergebnis nach der regulären Spielzeit einschliesslich Nachspielzeit.

Gibt es 1X-, 12- und X2-Wetten?

Ja, das sind Varianten der Doppelten Chance. 1X deckt Heimsieg oder Unentschieden ab, 12 einen Sieg eines der beiden Teams und X2 Unentschieden oder Auswärtssieg.

Was bedeuten 1, X und 2 bei einer 1X2-Wette?

1 steht für einen Heimsieg, X für ein Unentschieden und 2 für einen Auswärtssieg. Bei einem neutralen Spielort bezeichnet 1 das erstgenannte Team und 2 das zweite Team.

Zählt die Verlängerung bei einer 1X2-Wette?

Nein, Verlängerung und Penaltyschiessen ändern die Wertung nicht. Es zählt das Ergebnis nach der regulären Spielzeit einschliesslich Nachspielzeit.

Spielerschutz

Inhalt erstellt vom Team «wettenguidech.com»