Wettquoten sind Einschätzungen, keine Zusagen
Die Quotenformate unterscheiden sich in ihrer Schreibweise; Einzel-, Kombi- und Systemwetten folgen jeweils eigenen Berechnungen.

Wettquoten verstehen und Sportwetten in der Schweiz einordnen
Eine Wettquote beschreibt, wie ein Anbieter die Chance auf ein bestimmtes Ergebnis bewertet. Sie ist damit eine Einschätzung und keine Zusage, dass dieses Ergebnis eintritt. Eine höhere Quote steht für einen höheren möglichen Gewinn, geht jedoch meist mit einem grösseren Risiko einher: Das betreffende Ereignis wird als weniger wahrscheinlich eingeschätzt. Auch eine niedrige Quote schliesst einen unerwarteten Ausgang nicht aus.
Für die Darstellung von Wettquoten gibt es europäische, britische und amerikanische Formate. Sie unterscheiden sich in ihrer Schreibweise, nicht darin, dass sie eine Gewissheit über den Spielausgang liefern könnten. Bei einem Quotenrechner für Sportwetten kann die gewählte Darstellung deshalb beeinflussen, wie ein Wert gelesen wird. Für Vergleiche müssen Quoten im selben Format betrachtet werden; andernfalls werden unterschiedlich dargestellte Werte leicht miteinander verwechselt.
Quoten enthalten neben der Einschätzung eines Ergebnisses auch wirtschaftliche Bedingungen des Wettangebots. Die faire Quote beruht auf der Eintrittswahrscheinlichkeit, während eine tatsächlich angebotene Quote darunter liegen kann. Bei Märkten mit mehreren möglichen Ausgängen liegen die aus den Quoten abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten zusammengenommen über der vollständigen Wahrscheinlichkeit. Dieser Überschuss entspricht der Marge des Anbieters. Ein rechnerisch günstiger wirkender Wert ist daher nicht automatisch ein Hinweis darauf, dass eine Wette vorteilhaft ist.
Von einer Value Bet wird gesprochen, wenn eine eigene Einschätzung die Eintrittswahrscheinlichkeit höher ansetzt als die Einschätzung, die sich aus der Buchmacherquote ergibt. Das ist eine vergleichende Annahme, keine verlässliche Gewinnprognose. Sie hängt davon ab, wie belastbar die eigene Einschätzung ist; auch eine vermeintlich günstige Abweichung kann sich als falsch erweisen. Sportwetten sind deshalb weder als Geldanlage noch als regelmässige Einkommensquelle geeignet.
Für Sportwetten um Geld gilt in der Schweiz ein Mindestalter von 18 Jahren. Der Markt ist rechtlich beschränkt: Online-Sportwetten dürfen nur durch den Staat oder einen anderen exklusiven Anbieter angeboten werden; ausländische Anbieter sind nicht zugelassen. Bei nicht bewilligten Online-Wetten besteht das Risiko, den Einsatz zu verlieren. Kommt es bei einem ausländischen Anbieter zu einem Streit, ist zudem keine Auszahlungsgarantie für erzielte Gewinne gegeben. Ein Quotenvergleich allein sagt nichts darüber aus, ob ein Angebot in der Schweiz bewilligt ist.
Auch die Werbung unterliegt Grenzen. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten. Werbung für legale Geldspiele darf weder aufdringlich noch irreführend sein; irreführende kommerzielle Kommunikation ist ebenfalls untersagt. Wer Informationen über ein Angebot liest, sollte daher zwischen sachlichen Angaben zu Quoten und werblichen Aussagen über mögliche Erfolge unterscheiden. Eine hohe Quote belegt weder die Qualität eines Tipps noch eine sichere Auszahlung.
Glücksspiel kann süchtig machen. Einsätze sollten auf Geld beschränkt bleiben, dessen Verlust tragbar ist. Verlorene Beträge durch höhere oder zusätzliche Wetten zurückgewinnen zu wollen, ist riskant und kann die Verluste vergrössern. Auch rechnerische Darstellungen ändern nichts an dieser Unsicherheit: Sie ordnen Quoten und mögliche Ausgänge ein, beseitigen aber nicht das Verlustrisiko.
Quotenboosts bei Schweizer Wettanbietern
Bei Quotenboosts zählen neben dem beworbenen Quotenaufschlag vor allem die konkreten Bedingungen: Welche Wetten sind einbezogen, wie lange gilt das Angebot und gibt es Einsatz- oder Gewinnobergrenzen? Auch Zahlungsmethoden, Auszahlungsgeschwindigkeit und Mindesteinzahlung helfen bei der Einordnung. Ergänzend spielen Produktmerkmale wie Livewetten oder Cash-out sowie verfügbare Werkzeuge für verantwortungsvolles Spielen eine Rolle. Entscheidend ist, Angebote anhand ihrer tatsächlichen Konditionen und des passenden Funktionsumfangs zu vergleichen.
| Anbieter | Auszahlungsgeschwindigkeit | Mindesteinzahlung | Zahlungsmethoden | Merkmale |
|---|---|---|---|---|
| bet365 | Bearbeitung in der Regel innerhalb von 2 Stunden (E-Wallets/Karten 1–4 Std., Banküberweisung 1–2 Werktage) | 10 CHF | Visa, Mastercard, Maestro, Paysafecard, Skrill … | Wett-Konfigurator, Quotenboosts, Cash-out, Casino |
| Betovo | — | — | Revolut | Quotenboosts, Livewetten, E-Sport, Casino |
| Sporttip | 5–10 Arbeitstage | 10 CHF | TWINT, PostFinance, Kreditkarte | Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App |
| Jouez Sport | bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) | — | TWINT, Visa | Cash-out, iOS-App |
| GreatWin | — | 10 CHF | — | — |
| Funbet | — | 10 CHF | Karte, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
| Lizaro | — | 10 CHF | Karte, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
| Playio | — | 10 CHF | Visa, Mastercard, Paysafecard | Casino, Live-Casino |
| Rabona | — | 10 CHF | PlayID, Karte, Paysafecard | Livewetten, Casino |
| MalinaCasino | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | PlayID, Kreditkarte | — |
bet365
Bet365 führt Quotenboosts als eines seiner Merkmale und ergänzt sie mit einem Wett-Konfigurator und Cash-out. Für Ein- und Auszahlungen stehen unter anderem Visa, Mastercard, Maestro, Paysafecard und Skrill zur Verfügung. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Auszahlungen werden in der Regel innerhalb von zwei Stunden bearbeitet; bei E-Wallets und Karten dauert es 1–4 Stunden, bei Banküberweisungen 1–2 Werktage.
Betovo
Betovo verbindet Quotenboosts mit Livewetten und E-Sport; auch ein Casino gehört zum Angebot. Als Zahlungsmethode ist Revolut aufgeführt. Für verantwortungsvolles Spielen gibt es Selbstausschluss und eine Abkühlphase, die über den Kundensupport eingerichtet werden. Die genannten Produktmerkmale bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte neben den Quotenboosts, während Revolut als konkrete Zahlungsoption genannt ist.
Sporttip
Sporttip bietet Livewetten und Live-Statistiken sowie Apps für iOS und Android; als Schweizer Angebot wird es von der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert. Einzahlungen sind per TWINT, PostFinance und Kreditkarte möglich, die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF. Auszahlungen dauern 5–10 Arbeitstage. Für verantwortungsvolles Spielen gibt es separate Verlustlimiten für einen Tag, sieben Tage und 30 Tage sowie freiwillige Spielsperren von 1–180 Tagen oder auf unbefristete Zeit.
Jouez Sport
Jouez Sport kombiniert Live-Sportwetten mit Cash-out und einer iOS-App; die Lizenz dafür erteilt die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa). Als Zahlungsmethoden stehen TWINT und Visa zur Verfügung. Auszahlungen dauern bei einem Antrag von Montag bis Donnerstag bis zu drei Werktage, bei einem Antrag von Freitag bis Sonntag bis zu sechs Werktage. Zu den Spielerschutzwerkzeugen zählen Verlustlimiten, ein vorübergehender Spielausstieg von einem Tag bis zu sechs Monaten und eine unbefristete freiwillige Spielsperre.
GreatWin
GreatWin hat eine Mindesteinzahlung von 10 CHF. Damit ist die erforderliche Einstiegssumme ein klarer Vergleichspunkt des Angebots. Weitere Produktmerkmale oder Zahlungs- und Auszahlungsangaben lassen sich anhand der hier beschriebenen Angaben nicht ergänzen.
Funbet
Funbet nennt eine Mindesteinzahlung von 10 CHF und akzeptiert Karte, Paysafecard sowie USDT. Zum Produkt gehören Casino und Live-Casino. Damit lassen sich die Einstiegshürde und mehrere Zahlungswege konkret gegenüberstellen; als zusätzliche Merkmale sind Casinospiele und Live-Casino aufgeführt.
Lizaro
Lizaro führt Casino und Live-Casino als Produktmerkmale. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; als Zahlungsmethoden sind Karte, Paysafecard und USDT genannt. So stehen neben dem Einzahlungsminimum drei konkrete Zahlungsoptionen und zwei Casinobereiche zur Einordnung bereit.
Playio
Playio verbindet Casino und Live-Casino mit einer Mindesteinzahlung von 10 CHF. Für Zahlungen werden Visa, Mastercard und Paysafecard genannt. Das Angebot lässt sich damit anhand des Mindestbetrags, der drei aufgeführten Zahlungsmethoden und der beiden Casinobereiche beschreiben.
Rabona
Rabona führt Livewetten und Casino als Produktmerkmale. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF; bezahlt werden kann mit PlayID, Karte oder Paysafecard. Damit kommen zu den Casinospielen Livewetten hinzu, und drei konkrete Zahlungswege ergänzen die Angaben zum Einstieg.
MalinaCasino
MalinaCasino nennt eine Mindesteinzahlung von 10 CHF und akzeptiert PlayID sowie Kreditkarte. Für Auszahlungen werden bis zu drei Werktage angegeben. Der Mindestbetrag, die beiden Zahlungswege und die genannte Auszahlungsdauer liefern konkrete Eckpunkte zur Einordnung des Angebots.
Angebote nach Bedingungen einordnen
Für Quotenboosts sind die konkreten Bedingungen entscheidend: Eine erhöhte Quote sagt allein noch nicht, für welche Tipps oder Einsätze sie gilt. Daneben unterscheiden sich die Angebote durch Zahlungswege, Auszahlungstempo, Mindesteinzahlung und Zusatzfunktionen wie Livewetten oder Cash-out. Auch Tools für verantwortungsvolles Spielen können bei der Einordnung des jeweiligen Gesamtangebots eine Rolle spielen.
Einzelwetten: Gewinn und implizite Wahrscheinlichkeit berechnen
Bei einer Einzelwette lässt sich aus der Dezimalquote sowohl eine rechnerische Wahrscheinlichkeit als auch der mögliche Reingewinn ableiten. Beide Werte beschreiben unterschiedliche Aspekte derselben Quote: Die Wahrscheinlichkeit ist eine rechnerische Umkehrung, während der Reingewinn vom eingesetzten Betrag abhängt.
Für die vereinfachte implizite Wahrscheinlichkeit wird eins durch die Dezimalquote geteilt und das Ergebnis mit hundert multipliziert. Eine Quote von 2,50 entspricht damit rechnerisch einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent. Je höher die Dezimalquote, desto kleiner fällt dieser rechnerische Wahrscheinlichkeitswert aus. Er ist keine Gewissheit über den tatsächlichen Ausgang, sondern zeigt, welche Eintrittswahrscheinlichkeit sich aus der Quote unmittelbar ableiten lässt.
Die Rechnung lässt sich auch als Kehrwert ausdrücken: Die implizite Wahrscheinlichkeit ist eins geteilt durch die Quote. Bei 2,50 ergibt diese Division 0,4, also 40 Prozent. Ein Sportwetten-Quotenrechner kann den Wert automatisch ausgeben; für eine einzelne Quote genügt jedoch dieselbe einfache Division. Wichtig ist, Prozentangabe und Dezimalwert auseinanderzuhalten: 0,4 entspricht 40 Prozent.
Der mögliche Reingewinn ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote minus eins. Bei einem Einsatz von 10 und einer Quote von 2,50 lautet die Rechnung: 10 × (2,50 − 1) = 15. Der Reingewinn beträgt in diesem Fall 15; der eingesetzte Betrag ist darin nicht enthalten. Die gesamte Rückzahlung beläuft sich auf 25, weil sie Einsatz und Gewinn umfasst. Für die Ermittlung des Reingewinns wird daher nicht der volle Quotenerlös als Gewinn behandelt.
Die beiden Kennzahlen sollten nicht verwechselt werden. Die implizite Wahrscheinlichkeit hängt allein von der Quote ab; der Reingewinn verändert sich zusätzlich mit der Höhe des Einsatzes. Bei derselben Quote bleibt der Wahrscheinlichkeitswert also gleich, während ein anderer Einsatz zu einem anderen möglichen Reingewinn führt. Umgekehrt verändert eine andere Quote beide Ergebnisse: Sie verschiebt den rechnerischen Wahrscheinlichkeitswert und damit bei gleichbleibendem Einsatz auch den möglichen Gewinn.
Solche Berechnungen beschreiben mögliche Ergebnisse unter der Voraussetzung, dass der Tipp gewinnt. Sie sagen weder voraus, ob das Ereignis eintritt, noch machen sie den Gewinn sicher. Auch ein rechnerisch hoher möglicher Reingewinn ist deshalb nicht mit einer entsprechend hohen Gewinnchance gleichzusetzen.
So arbeitet ein Sportwetten-Quotenrechner mit Einsatz und Quoten
Ein Quotenrechner für Sportwetten ordnet geplante Einsätze und eingegebene Quoten rechnerisch ein. Für die Berechnung werden das ausgewählte System, der vorgesehene Gesamteinsatz und die Quoten der einzelnen Tipps benötigt. Daraus entstehen keine Vorhersagen über den Ausgang eines Ereignisses. Angezeigt werden rechnerische Werte, die davon abhängen, welche Eingaben zugrunde liegen.
Vor der Berechnung ist deshalb zu unterscheiden, welcher Betrag als Gesamteinsatz eingegeben wird und welche Quoten zu den Tipps gehören. Der Einsatz bezeichnet das Geld, das für die Wette vorgesehen ist; die Quote wirkt sich auf die mögliche Auszahlung aus. Werden Quoten geändert, verändern sich entsprechend auch die ausgewiesenen Ergebnisse. Ein Rechner bildet dabei nur die gewählte Konstellation ab. Eine abweichende Quote oder ein anderer Gesamteinsatz führt zu einem anderen Rechenergebnis.
Auszahlung und Gewinn auseinanderhalten
Als Bruttoauszahlung oder Erlös wird der Betrag verstanden, der sich aus Einsatz und Gesamtquote ergibt. Rechnerisch wird der Einsatz mit der Gesamtquote multipliziert. Der Nettogewinn entsteht anschliessend, indem der eingesetzte Betrag von der Bruttoauszahlung abgezogen wird. Diese Werte bezeichnen unterschiedliche Grössen: Die Bruttoauszahlung enthält den zurückgerechneten Einsatz, während der Nettogewinn diesen Einsatz bereits berücksichtigt.
Bei der Ergebnisanzeige lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Beschriftungen. Ein grösserer Erlös ist nicht gleichbedeutend mit einem ebenso grossen Nettogewinn, weil der eingesetzte Betrag im Erlös enthalten ist. Für die Einschätzung des möglichen finanziellen Ergebnisses ist der Nettogewinn die aussagekräftigere Grösse. Die Rechnung bleibt eine bedingte Darstellung: Sie beschreibt, was sich aus den eingegebenen Quoten und dem Einsatz ergeben würde, falls die zugrunde liegenden Tipps aufgehen.
Bei mehreren Tipps kann die Berechnung einzelne Reihen mit ihren Quoten, einer Reihen-Gesamtquote und dem jeweiligen Erlös aufführen. Dazu kommen Netto- und Gesamtgewinn als zusammenfassende Werte. Die Reihenübersicht macht nachvollziehbar, welche Eingaben in die jeweiligen Ergebnisse einfliessen. Sie ersetzt jedoch nicht die Prüfung, ob die angezeigte Einsatzverteilung dem tatsächlich geplanten Einsatz entspricht. Bei Systemen ist der Gesamteinsatz eine eigene Eingabe; die ausgewählte Systemart beeinflusst, wie die Tipps rechnerisch zusammengestellt werden. Die besonderen Strukturen einzelner Systeme sind davon getrennt zu betrachten.
Ein Sportwetten-Quotenrechner kann damit vor allem die Folgen einer Einsatz- und Quotenwahl transparent machen. Er bewertet weder die Qualität einer Prognose noch beseitigt er das Risiko eines Verlusts. Sportwetten sind keine Geldanlage und keine verlässliche Quelle für regelmässiges Einkommen. Verlorene Einsätze durch höhere oder zusätzliche Wetten zurückholen zu wollen, ist riskant und kann die Verluste vergrössern.
Für Online-Sportwetten um Geld gilt in der Schweiz ein Mindestalter von 18 Jahren. Ausländische Wettanbieter dürfen ihre Dienste hier nicht anbieten; bei unbewilligten Online-Wetten besteht das Risiko, den Einsatz zu verlieren. Zudem gibt es im Streitfall keine Garantie, dass ein ausländischer Anbieter Gewinne auszahlt. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten. Damit bleibt auch ein rechnerisch nachvollziehbares Ergebnis eine Information über mögliche Beträge und kein Beleg für die Zulässigkeit eines Angebots oder für einen sicheren Gewinn.
Kombiwetten: Gesamtquote und Gewinn nur bei richtigen Tipps
Eine Kombiwette verbindet mehrere Tipps zu einer einzigen Wette. Ihre Gesamtquote entsteht, indem die Dezimalquoten der einzelnen Ereignisse miteinander multipliziert werden. Der Rechner bildet somit nicht den Durchschnitt der Quoten und addiert sie auch nicht. Jede weitere Auswahl geht als zusätzlicher Faktor in das Produkt ein.
Die Gesamtquote beschreibt die gemeinsame Wette. Für die Auszahlung wird der Einsatz mit dieser Quote multipliziert; der Reingewinn ergibt sich, indem der Einsatz von der Auszahlung abgezogen wird. Eine höhere Gesamtquote bedeutet dabei einen höheren rechnerischen Ertrag im Gewinnfall, sie ist aber kein Hinweis darauf, dass dieser Fall wahrscheinlich ist. Da die Kombiwette nur gewinnt, wenn sämtliche Tipps richtig sind, hängt ihr Erfolg von jedem einzelnen Ergebnis ab.
Das lässt sich ohne konkrete Einsatzbeträge nachvollziehen: Werden mehrere Tipps in einem Schein verbunden, müssen die zugehörigen Ereignisse jeweils wie vorhergesagt eintreten. Scheitert auch nur ein Tipp, ist die Kombiwette nicht gewonnen. Die Multiplikation der Quoten verändert diese Bedingung nicht; sie bestimmt lediglich die Gesamtquote für den Fall, dass alle Auswahlen zutreffen. Ein Rechner kann daher eine mögliche Auszahlung aus Quote und Einsatz ableiten, aber keinen tatsächlichen Gewinn vorhersagen.
Bei der Prüfung einer Kombiwette sind zwei Angaben auseinanderzuhalten: die Gesamtquote und die Bedingung, unter der die Wette gewinnt. Eine hohe Gesamtquote kann aus mehreren Einzelquoten entstehen, sagt jedoch allein nichts darüber aus, wie realistisch das vollständige Eintreffen aller Tipps ist. Entsprechend sollte die rechnerische Auszahlung nicht als verlässlicher Ertrag oder regelmässige Einnahme behandelt werden.
Eine Systemwette funktioniert anders: Sie besteht aus mehreren kleineren Kombinationen. Dadurch können einzelne Tipps falsch sein, während eine Teilkombination dennoch eine Auszahlung erzielt. Bei der Kombiwette gibt es diese Aufteilung nicht; alle Tipps gehören zu derselben Verbindung. Die Berechnungen beider Wettformen sind deshalb nicht austauschbar.
Für Online-Sportwetten gelten in der Schweiz besondere gesetzliche Vorgaben; ausländische Anbieter dürfen ihre Dienste hier nicht anbieten. Bei unbewilligten Angeboten besteht das Risiko, den Einsatz zu verlieren. Zudem gibt es im Streitfall keine Garantie, dass ein ausländischer Anbieter Gewinne auszahlt. Sportwetten sind keine Geldanlage; verlorene Einsätze durch höhere oder zusätzliche Wetten ausgleichen zu wollen, ist riskant. Eingesetzt werden sollte nur Geld, dessen Verlust tragbar ist.
Systemwetten und ihre Reihen: von 2 aus 3 bis zu grösseren Systemen
Eine Systemwette zerlegt eine Auswahl von Tipps in mehrere kleinere Kombinationen. Damit unterscheidet sie sich von einer einzelnen Kombiwette, in der alle Tipps gemeinsam eine einzige Wette bilden. Bei einem System können einzelne Tipps falsch sein und trotzdem eine der übrigen Kombinationen gewinnen. Ob eine Auszahlung entsteht und wie hoch sie ausfällt, hängt davon ab, welche Kombinationen richtig sind und welche Quoten für die jeweiligen Tipps gelten.
Das Grundprinzip zeigt ein System „2 aus 3“: Aus drei ausgewählten Tipps entstehen drei Zweier-Kombinationen. Jede davon enthält zwei der drei Tipps. Sind nicht alle Tipps erfolgreich, kann eine Kombination dennoch vollständig richtig sein. Fallen dagegen zu viele Tipps aus, bleibt keine gewinnende Zweier-Kombination übrig. Eine Teilauszahlung ist somit möglich, aber nicht garantiert. Die Systembezeichnung beschreibt die Zahl der Tipps pro Kombination und die Zahl der insgesamt ausgewählten Tipps; sie sagt für sich genommen nichts darüber aus, ob ein Gewinn erzielt wird.
Was ein Rechner für Systemwetten ausweist
Für die Berechnung werden das gewählte System, die Quoten der einzelnen Tipps und der geplante Gesamteinsatz benötigt. Der Rechner ordnet die Tipps den einzelnen Reihen zu und kann für diese die jeweiligen Einzelquoten, die Gesamtquote einer Reihe und den Erlös ausweisen. Zusätzlich lassen sich Netto- und Gesamtgewinn ablesen. Die Ergebnisse beziehen sich auf die berechneten Kombinationen; sie sind keine Vorhersage darüber, welche Tipps tatsächlich eintreffen.
Wichtig ist die Verteilung des Einsatzes. Ein System besteht aus mehreren Wetten, nicht aus einer einzigen Wette mit unverändertem Einsatz. Der Gesamteinsatz hängt daher von der Zahl der Reihen und vom Einsatz je Reihe ab. Werden bei einem System mehr Kombinationen gebildet, steigt bei gleichem Einsatz pro Reihe auch der Gesamtbetrag. Eine geringere Zahl von Tipps pro Kombination führt zu mehr Einzelwetten und damit zu höherem Gesamteinsatz. Die Anzeige eines attraktiven möglichen Erlöses sollte deshalb immer zusammen mit dem Gesamtbetrag betrachtet werden, der für alle Reihen vorgesehen ist.
Trixie und Yankee im Vergleich
Eine Trixie verbindet drei Tipps auf zwei Arten: Sie enthält das System „2 aus 3“ mit drei Zweierwetten und zusätzlich eine Dreierkombination. Insgesamt entstehen vier Reihen. Wird für jede Reihe derselbe Einsatz angesetzt, entspricht der Gesamtbetrag dem Vierfachen dieses Reiheneinsatzes. Die Dreierkombination erfordert, dass alle drei Tipps stimmen; die Zweierreihen können dagegen auch dann erfolgreich sein, wenn ein Tipp nicht aufgeht.
Beim Yankee werden vier Tipps verwendet. Das System umfasst sechs Zweier-Reihen, vier Dreier-Reihen und eine Viererkombination, insgesamt elf Reihen. Die Struktur enthält damit Kombinationen unterschiedlicher Grösse. Eine Reihe kann gewinnen, obwohl nicht jeder Tipp des gesamten Systems richtig ist; für die Viererkombination müssen hingegen alle darin enthaltenen Tipps stimmen. Der Umfang von elf Reihen wirkt sich unmittelbar auf den Einsatz aus, wenn jede Reihe mit einem eigenen Einsatz gespielt wird.
Systemwetten verändern die Verteilung möglicher Auszahlungen, beseitigen aber das Verlustrisiko nicht. Glücksspiel kann abhängig machen; eingesetzt werden sollte nur Geld, dessen Verlust tragbar ist. Verlorene Beträge durch höhere oder zusätzliche Wetten zurückholen zu wollen, ist riskant. Unbewilligte Online-Wetten können zum Verlust des Einsatzes führen; ausländische Wettanbieter dürfen ihre Dienste in der Schweiz nicht anbieten, und bei Streitfällen besteht keine Garantie, dass Gewinne ausgezahlt werden.
Wie berechne ich eine Systemwette?
Du gibst das System, den geplanten Gesamteinsatz und die Quoten der einzelnen Tipps ein. Der Rechner bildet daraus die kleineren Kombinationen und zeigt unter anderem deren Gesamtquoten und mögliche Erlöse an.
Ist eine Systemwette besser als eine Kombiwette?
Nein, nicht grundsätzlich: Bei einer Systemwette können einzelne Tipps falsch sein und trotzdem kann eine Teilkombination gewinnen. Bei einer Kombiwette müssen alle Tipps richtig sein; welche Wettart besser zu dir passt, hängt davon ab, ob dir diese Möglichkeit wichtiger ist als der höhere Gesamteinsatz durch mehrere Kombinationen.
Was bedeutet «2 aus 3»?
Bei einem System «2 aus 3» werden drei Tipps zu drei Zweier-Kombinationen zusammengestellt. Dadurch können auch bei einem falschen Tipp noch Teilkombinationen gewinnen.
Wie berechne ich den möglichen Gewinn mit einem Quotenrechner?
Bei einer Einzelwette multiplizierst du den Einsatz mit der Quote minus eins, um den möglichen Nettogewinn zu berechnen. Der Bruttogewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei einer Kombiwette werden zuerst die Einzelquoten miteinander multipliziert.
Was ist eine Bank bei einer Systemwette?
Eine Bank ist ein Tipp, der in jede Kombination des Systems eingebaut wird. Verliert dieser Tipp, verlieren alle Kombinationen.
Wettarten & Strategien bei Sportwetten
Inhalt erstellt vom Team «wettenguidech.com»




