Einordnung von Quoten, Wettarten und Live-Einsätzen
Totalisator-Pool, Sieg-, Platz-, Zweier- und Dreierwetten sowie Each-Way und Live-Wetten weisen unterschiedliche Bedingungen auf.

Totalisator und Quotenbildung bei Schweizer Pferderennen
Bei Schweizer Pferderennen werden die Wetten über den Totalisator des jeweiligen Rennvereins abgewickelt. Dieses Verfahren unterscheidet sich von einem Festkurs: Die Auszahlung richtet sich nicht nach einer im Voraus verbindlich festgelegten Quote, sondern nach den Einsätzen, die für das Rennen zusammenkommen, und nach deren Verteilung auf die möglichen Ergebnisse. Wer Pferderennen online wetten möchte, sollte deshalb zwischen einer vorläufig angezeigten Eventualquote und der später massgeblichen Abrechnung unterscheiden.
Der Totalisator bündelt die eingegangenen Beträge in einem gemeinsamen Pool. Zunächst ist damit der Gesamteinsatz für das betreffende Rennen gemeint, nicht ein separater Gewinnbetrag für jede einzelne Wette. Ein Teil des Pools wird als Provision abgezogen. Der verbleibende Anteil steht für die Ausschüttung an jene Wetten bereit, die nach dem Rennen als gewinnend gelten. Insgesamt werden über siebzig Prozent der eingezahlten Beträge an Gewinner zurückgezahlt. Der konkrete Rückfluss hängt damit sowohl vom Umfang der Einsätze als auch von der Verteilung auf die verschiedenen Ergebnisse ab.
Für die Quote ist entscheidend, wie viel Geld auf die jeweilige Auswahl entfällt. Ein grosser Anteil des Pools auf eine bestimmte Auswahl bedeutet, dass sich der für diese Auswahl verfügbare Gewinnanteil auf entsprechend viele gewinnende Einsätze verteilt. Fällt dagegen nur ein kleinerer Anteil der Einsätze auf eine Auswahl, kann der rechnerische Anteil je gewinnender Einheit höher ausfallen. Das ist keine feste Zusage für eine bestimmte Auszahlung: Die Verteilung des Pools verändert sich, solange noch Wetten hinzukommen oder sich die Summe der Einsätze auf andere Auswahlen verlagert.
Was die Eventualquote ausdrückt
Die Eventualquote ist eine Momentaufnahme der Berechnung auf Grundlage der bis dahin erfassten Wetten. Sie zeigt, wie sich die Ausschüttung unter den gegenwärtigen Einsatzverhältnissen darstellen könnte. Ändert sich die Verteilung im Pool, kann sich auch dieser angezeigte Wert ändern. Die Zahl ist somit keine unabhängige Bewertung des Pferdes und kein vorab garantierter Kurs. Sie bildet vielmehr ab, wie die eingegangenen Einsätze im Totalisator zueinander stehen.
Daraus folgt, dass Angaben zu aktuellen Pferderennen-Wettquoten immer im Zusammenhang mit ihrem Zeitpunkt zu lesen sind. Eine Eventualquote, die bei der Abgabe einer Wette angezeigt wird, kann sich bis zur endgültigen Abrechnung verändern. Die zuletzt sichtbare Anzeige kann für eine Einschätzung hilfreich sein, ersetzt aber keine verbindliche Abrechnung. Wie und in welchen Abständen eine Anzeige aktualisiert wird, ist für das jeweilige Angebot in dessen geltenden Bedingungen zu prüfen. Für einzelne Angebote gilt eine Neuberechnung im Abstand von anderthalb Minuten; daraus lässt sich kein einheitlicher Takt für sämtliche Totalisatoren ableiten.
Auch der Zeitpunkt, zu dem keine weiteren Wetten mehr angenommen werden, ist für die endgültige Berechnung relevant. Für einzelne Angebote sehen die geltenden Bedingungen vor, dass die endgültige Quote erst nach dem Start des Rennens und nach dem Annahmeschluss feststeht. Ob diese Regelung gilt, muss anhand der jeweiligen Bedingungen beurteilt werden. Eine vor dem Rennen angezeigte Quote sollte daher nicht ohne Weiteres als endgültiger Wert verstanden werden.
Ausschüttung aus dem gemeinsamen Pool
Die Poollogik verbindet alle Einsätze, die zu derselben Abrechnung gehören. Eine Auszahlung wird aus dem Anteil finanziert, der nach Abzug der Provision verbleibt. Je nach Verteilung der Einsätze kann dieselbe erfolgreiche Auswahl daher zu unterschiedlichen Ausschüttungen führen. Die Anzahl und Höhe der auf diese Auswahl entfallenden Einsätze wirken sich auf den rechnerischen Anteil aus, der den Gewinnern zugerechnet wird. Die Anzeige einer Quote beschreibt folglich eine veränderliche Berechnungsgrundlage und nicht einen festgeschriebenen Betrag.
Der Anteil, der nach der Provision ausgeschüttet wird, ist nicht mit dem Einsatz einer einzelnen Person gleichzusetzen. Er bezieht sich auf den gemeinsamen Pool. Bei der Abrechnung wird der für die gewinnende Auswahl bestimmte Teil unter den dazugehörigen gewinnenden Einsätzen verteilt. Die Quote hilft, dieses Verhältnis auszudrücken; sie sagt für sich allein jedoch nicht, welcher Betrag insgesamt in den Pool geflossen ist oder wie sich die Einsätze anderer Beteiligter entwickelt haben. Ohne diese Informationen lässt sich aus einer einzelnen Anzeige keine vollständige Auszahlungssumme ableiten.
Pferdewetten und Festkurse
Das Totalisatorprinzip ist das in der Schweiz vorherrschende System für Pferdewetten. Seine wesentliche Eigenschaft besteht darin, dass die Auszahlung aus einem gemeinsamen Pool hervorgeht. Festkurse funktionieren demgegenüber nach einer anderen Logik: Dort wird ein Kurs angeboten, der nicht auf derselben Verteilung der Einsätze im Pool beruht. Die Begriffe sollten deshalb nicht gleichgesetzt werden. Eine angezeigte Eventualquote im Totalisator ist keine Zusage, dass derselbe Kurs bis zum Ende der Annahme bestehen bleibt.
Für Pferderennen-Wettquoten, die online angezeigt werden, gilt dieselbe begriffliche Vorsicht: Entscheidend ist, ob die Anzeige eine Eventualquote aus einem Totalisator oder einen Festkurs beschreibt. Die Bezeichnung, die Berechnungsweise und der Zeitpunkt, auf den sich der Wert bezieht, beeinflussen, was sich daraus ablesen lässt. Bei einem Totalisator kann sich der Wert zusammen mit den Einsätzen verändern; bei einem Festkurs beruht die Abrechnung auf der jeweils vereinbarten Kursregelung. Welche Form tatsächlich angeboten wird, ist den Bedingungen des konkreten Angebots zu entnehmen.
Wer Pferderennen wetten möchte, trifft im Totalisator also auf eine gemeinschaftliche Abrechnung und eine vorläufige Quotenanzeige. Das System ermöglicht keine sichere Vorhersage der späteren Ausschüttung allein anhand einer frühen Eventualquote. Für die Interpretation aktueller Wettquoten zählen der zugrunde liegende Pool, die bis dahin eingegangenen Einsätze, der Abzug der Provision und die für das Angebot festgelegte Abrechnung. Erst wenn die Annahme abgeschlossen und die massgeblichen Bedingungen erfüllt sind, lässt sich die endgültige Ausschüttung bestimmen.
Pferdewetten-Anbieter in der Schweiz vergleichen
Bei Pferdewetten zählen das konkrete Wettangebot und die zusätzlichen Funktionen, etwa Livewetten oder Cash-out. Auch Zahlungsmethoden, Mindesteinzahlung und die Dauer bis zur Auszahlung helfen, die Angebote einzuordnen. Bonusangebote und ihre Bedingungen können ebenfalls eine Rolle spielen, sofern sie konkret ausgewiesen sind. Für die praktische Auswahl sind ausserdem die verfügbaren Werkzeuge für verantwortungsvolles Spielen und die jeweils genannten Produktfunktionen relevant.
| Anbieter | Betreiber | Auszahlungsgeschwindigkeit | Mindesteinzahlung | Zahlungsmethoden | Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| PMU | Swisslos und Loterie Romande in Zusammenarbeit mit PMU (Pari Mutuel Urbain, Frankreich) | bis zu 3 Werktage (Antrag Freitag bis Sonntag: bis zu 6 Werktage) | — | Mastercard | Pferdewetten |
| PlayZilla | — | — | 10 CHF | Visa, Mastercard | Livewetten, Pferdewetten, Virtuelle Sportarten, Casino |
| Sportaza | Rocketship Ventures S.R.L. | do 3 dni roboczych / entro 3 giorni lavorativi | 10 CHF | Mastercard, Paysafecard, Skrill, Neteller | Livewetten, Pferdewetten, Virtuelle Sportarten, Casino |
| 20Bet | TechSolutions Group N.V. | — | — | Skrill, Neteller, Bitcoin | Livewetten, Pferdewetten, Casino, Live-Casino |
| Sporttip | Swisslos Interkantonale Landeslotterie | 5–10 Arbeitstage | 10 CHF | TWINT, PostFinance, Kreditkarte | Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App |
| Jouez Sport | Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande) | bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) | — | TWINT, Visa | Cash-out, iOS-App |
| GreatWin | — | — | 10 CHF | — | — |
| Casinozer | — | 24–48 Stunden nach Verifizierung | — | — | E-Sport, Casino |
| BetScore | — | — | 10 CHF | PlayID, Visa, Mastercard, Paysafecard | Livewetten, Casino |
| Lizaro | — | — | 10 CHF | Karte, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
PMU
PMU verbindet Pferdewetten mit dem französischen Pari Mutuel Urbain und wird in der Schweiz von Swisslos und Loterie Romande in Zusammenarbeit mit PMU betrieben. Das Pferdewettangebot steht unter der Gespa-Lizenz; für Auszahlungen sind bis zu drei Werktage vorgesehen, bei einem Antrag von Freitag bis Sonntag bis zu sechs. Als Zahlungsmethode ist Mastercard angegeben. Für Pferdewetten gelten verpflichtende Verlustlimiten pro Tag, Woche und Monat bis maximal CHF 8’000; zusätzlich gibt es eine Einzahlungslimite und den freiwilligen Ausschluss.
PlayZilla
PlayZilla führt Pferdewetten neben Livewetten, virtuellen Sportarten und Casinoangeboten. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Für Einzahlungen stehen Visa und Mastercard zur Verfügung. Damit umfasst das Produkt neben den Pferdewetten auch Livewetten und virtuelle Sportarten; die angegebene Einzahlungsschwelle und die beiden Kartenoptionen ergänzen diese Auswahl.
Sportaza
Sportaza bündelt Pferdewetten mit Livewetten, virtuellen Sportarten und Casinoangeboten. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF; akzeptierte Zahlungsmethoden sind Mastercard, Paysafecard, Skrill und Neteller. Auszahlungen dauern bis zu drei Werktage. So stehen neben Pferdewetten mehrere weitere Produktbereiche und vier Zahlungswege zur Auswahl.
20Bet
20Bet bietet Pferdewetten zusammen mit Livewetten, Casino und Live-Casino an. Als Zahlungsmethoden sind Skrill, Neteller und Bitcoin aufgeführt. Damit verbindet das Angebot die Pferdewetten mit Livewetten und zwei Casino-Bereichen; für Zahlungen stehen zwei E-Wallets sowie Bitcoin zur Verfügung. Die aufgeführten Produktbereiche bilden den Rahmen des Angebots.
Sporttip
Sporttip bietet Livewetten und Live-Statistiken sowie Apps für iOS und Android. Das Sportangebot wird von Swisslos Interkantonale Landeslotterie betrieben und ist von der Gespa lizenziert. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; Einzahlungen sind per TWINT, PostFinance und Kreditkarte möglich. Auszahlungen dauern fünf bis zehn Arbeitstage. Verlustlimiten lassen sich separat für Sporttip pro Tag, sieben und 30 Tage festlegen; Spielsperren sind freiwillig für ein bis 180 Tage oder unbefristet möglich.
Jouez Sport
Jouez Sport hebt sich mit Cash-out und einer iOS-App als Produktmerkmalen hervor. Betreiber ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande); das Angebot ist von der Gespa lizenziert. Als Zahlungsmethoden sind TWINT und Visa verfügbar. Auszahlungen dauern bei einem Antrag von Montag bis Donnerstag bis zu drei Werktage, von Freitag bis Sonntag bis zu sechs. Verlustlimiten, ein vorübergehender Spielausstieg von einem Tag bis sechs Monaten und eine unbefristete freiwillige Spielsperre ergänzen die Spielerschutzwerkzeuge.
GreatWin
GreatWin nennt eine Mindesteinzahlung von 10 CHF. Dieser Betrag ist der konkrete Eckwert für den Einstieg in das Angebot. Für den Vergleich lässt sich damit die Einzahlungsschwelle einordnen; weitere Angaben zu den Produktbereichen, Zahlungsmethoden oder Auszahlungen werden hier nicht ergänzt.
Casinozer
Casinozer führt E-Sport und Casino als Produktbereiche. Nach der Verifizierung erfolgen Auszahlungen innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Damit lassen sich das Angebot mit seinen beiden genannten Bereichen und der angegebene Auszahlungszeitraum nebeneinander betrachten.
BetScore
BetScore verbindet Livewetten mit Casinoangeboten. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; für Einzahlungen sind PlayID, Visa, Mastercard und Paysafecard genannt. Die vier Zahlungsmethoden ergänzen die beiden Produktbereiche und geben einen konkreten Rahmen für Einzahlung und Angebot.
Lizaro
Lizaro führt Casino und Live-Casino als Produktbereiche. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF. Einzahlungen sind per Karte, Paysafecard oder USDT möglich. Damit stehen für den Einstieg drei Zahlungswege zur Verfügung, während das Produkt Casinoangebote einschliesslich Live-Casino umfasst.
Worauf es beim Vergleich ankommt
Für Pferdewetten stehen mehrere Angebote mit zusätzlichen Produktbereichen wie Livewetten zur Auswahl. Die Unterschiede zeigen sich ausserdem bei Zahlungswegen, Mindesteinzahlung, Auszahlungsdauer und Spielerschutzwerkzeugen. Wer diese Punkte gegeneinander abwägt, kann die Pferdewetten-Angebote nach den eigenen Anforderungen einordnen, ohne einzelne Zusatzfunktionen mit dem Wettangebot selbst gleichzusetzen.
Sieg-, Zweier- und Dreierwetten im Vergleich
Bei Pferdewetten unterscheidet sich die Wettlogik vor allem darin, wie viele Pferde richtig vorhergesagt werden müssen und ob ihre Reihenfolge zählt. Eine Siegwette verlangt nur einen Treffer: Das ausgewählte Pferd muss das Rennen gewinnen und als Erstes die Ziellinie erreichen. Die Auswahl weiterer Pferde ist für diese Wettform nicht erforderlich.
Mehr Treffer verlangt die Zweierwette. Bei der Zweierwette Sieg müssen die beiden Pferde auf den ersten beiden Plätzen korrekt bestimmt werden. Zusätzlich zählt ihre Reihenfolge: Ein Tipp auf A vor B ist nicht richtig, wenn B vor A ins Ziel kommt. Diese Variante wird auch als Exacta bezeichnet. Wer nach einer Erklärung für Pferderennen-Wetten sucht, findet hier den wesentlichen Unterschied zur Siegwette: Nicht nur der Sieger, sondern auch das Pferd auf dem zweiten Rang muss stimmen.
Eine Quinella verlangt ebenfalls die beiden Pferde, die auf den ersten beiden Plätzen landen. Die Reihenfolge spielt dabei jedoch keine Rolle. Werden dieselben zwei Pferde vorhergesagt, bleibt der Tipp in dieser Hinsicht korrekt, unabhängig davon, welches von beiden gewinnt. Exacta und Quinella beruhen somit auf denselben beiden Zielplätzen, unterscheiden sich aber bei der notwendigen Reihenfolge. Die Bezeichnungen können je nach Wettangebot variieren; massgeblich sind die Regeln der jeweiligen Wettform.
Siegwette
Nur ein Treffer erforderlich: Das ausgewählte Pferd muss das Rennen gewinnen.
Zweierwette (Exacta)
Die ersten beiden Pferde müssen in der exakten Reihenfolge korrekt bestimmt werden.
Quinella
Die ersten beiden Pferde müssen richtig vorhergesagt werden, wobei die Reihenfolge keine Rolle spielt.
Bei der Dreierwette müssen die Pferde auf den ersten drei Plätzen in der exakten Reihenfolge vorhergesagt werden. Ein Tipp ist folglich nur dann vollständig richtig, wenn alle drei ausgewählten Pferde in der genannten Abfolge einlaufen. Schon eine Vertauschung zweier Pferde verändert das Ergebnis des Tipps. Die Dreierwette stellt damit höhere Anforderungen an die Vorhersage als eine Siegwette oder eine Zweierwette.
Eine Superfecta erweitert diese Logik auf die ersten vier Pferde: Alle vier müssen in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt werden. Sie verlangt damit sowohl mehrere richtige Platzierungen als auch eine vollständige Übereinstimmung der Abfolge. Für die Beurteilung einer solchen Wettform genügt es nicht, den Sieger richtig zu nennen; auch die weiteren Plätze müssen stimmen.
Die Namen allein geben nicht in jedem Wettangebot zuverlässig Auskunft über die Abrechnung. Besonders bei einer Zweierwette sollte deshalb geklärt sein, ob eine genaue Reihenfolge verlangt wird oder ob die beiden Pferde auf den ersten Plätzen in beliebiger Reihenfolge zählen. Das trennt Exacta und Quinella sachlich voneinander. Bei einer Dreierwette ist die Reihenfolge der ersten drei ausdrücklich Teil der Vorhersage.
Für Wetten auf Pferde bei einem Renntag ist diese Einteilung eine Grundlage, um die Anforderungen an den eigenen Tipp zu verstehen. Sie sagt aus, welche Zielplätze getroffen werden müssen; eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs ergibt sich daraus nicht. Auch ein umfassender Pferdewetten-Test oder eine Übersicht zu Pferdesportwetten ersetzt daher nicht die Prüfung der konkreten Wettregeln. Ob es um ein Schweizer Rennen oder ein bekanntes Rennen im Ausland geht, die Wettart ist anhand der verlangten Treffer und der Reihenfolge zu unterscheiden.
Platzwette und Each-Way: Trefferbereich und Einsatz
Bei einer Platzwette genügt es, dass das ausgewählte Pferd innerhalb des festgelegten Trefferbereichs ins Ziel kommt. Wie viele Plätze zählen, richtet sich nach der Zahl der Starter: Sind mindestens acht Pferde am Rennen beteiligt, ist ein Ergebnis unter den ersten drei erforderlich. Bei vier bis sieben Startern muss das Pferd einen der ersten beiden Plätze erreichen. Die Platzierung wird somit im Verhältnis zum Starterfeld bewertet; ein Sieg ist nicht in jedem Fall nötig.
Für die Einordnung einer Platzwette bei Pferderennen sind Starterzahl und Zieleinlauf gemeinsam entscheidend. Bei mindestens acht Startern reicht beispielsweise ein dritter Platz für einen Treffer. Bei vier bis sieben Startern liegt der erforderliche Bereich dagegen auf den ersten beiden Rängen. Die Wettform berücksichtigt damit, ob das Feld grösser oder kleiner ist, und bindet den möglichen Treffer an die jeweilige Ranggrenze.
Each-Way verbindet auf dasselbe Pferd eine Siegwette mit einer Platzwette. Dadurch werden zwei Wettteile abgegeben, und der Gesamteinsatz verdoppelt sich gegenüber dem Einsatz für nur einen Teil. Der eine Teil setzt voraus, dass das Pferd gewinnt; für den anderen ist die Platzierung innerhalb des geltenden Trefferbereichs ausschlaggebend. Beide Teile beziehen sich auf dasselbe Pferd, haben aber unterschiedliche Bedingungen für einen Gewinn.
Die Kombination ändert daher nicht die Anforderungen der einzelnen Wettteile: Der Siegteil hängt vom ersten Platz ab, während der Platzteil je nach Starterzahl auch eine niedrigere Rangierung erfassen kann. Ein Pferd kann somit die Platzbedingung erfüllen, ohne das Rennen zu gewinnen. Die Abrechnung folgt den Bedingungen für Sieg- und Platzteil; für die Einsatzplanung ist zunächst relevant, dass Each-Way den Einsatz automatisch auf beide Wettteile verteilt und damit insgesamt verdoppelt.
Wett-Tipps einordnen und Einsätze begrenzen
Für Schweizer Renntage mit Pferderennen werden auf horseracing.ch Wett-Tipps veröffentlicht, die von Fachleuten der Website zusammengestellt sind. Ob solche Einschätzungen für einen konkreten Renntag vorliegen, ist anhand der jeweils aktuellen Veröffentlichung zu prüfen. Eine Prognose bleibt eine Einschätzung: Sie kann Hinweise zur erwarteten Leistung geben, belegt aber weder den späteren Rennverlauf noch einen möglichen Gewinn.
Wett-Tipps zu Pferderennen lassen sich sachlich als eine zusätzliche Informationsquelle behandeln. Ihre Aussagekraft hängt davon ab, welche Angaben der Einschätzung zugrunde liegen und wie nachvollziehbar die Begründung ist. Fehlen solche Angaben, lässt sich die Qualität der Prognose nur eingeschränkt beurteilen. Auch eine fachkundige Zusammenstellung beseitigt die Unsicherheit eines Rennens nicht. Eine einzelne erfolgreiche Vorhersage wäre deshalb kein Nachweis dafür, dass eine Methode dauerhaft verlässliche Erträge liefert.
Für das Wetten beim Pferderennen sollten Einsätze als Ausgaben betrachtet werden, nicht als Geldanlage oder regelmässige Einkommensquelle. In der Schweiz müssen Anbieter Instrumente zur Begrenzung von Einsätzen vorsehen. Solche Grenzen dienen der Kontrolle des Spielverhaltens; sie ändern nichts daran, dass ein Einsatz verloren gehen kann. Wer feststellt, dass das Wetten zunehmend schwer zu steuern ist, sollte dies ernst nehmen. Betreiber müssen zudem Systeme zur Früherkennung problematischen Spielverhaltens einsetzen.
Ein Verlust lässt sich nicht verlässlich durch einen höheren oder zusätzlichen Einsatz ausgleichen. Eine solche Reaktion vergrössert vielmehr den Betrag, der aufs Spiel gesetzt wird, ohne die frühere Entscheidung rückgängig zu machen. Ebenso sollte eine Prognose nicht als Anlass dienen, die eigenen finanziellen Grenzen zu verschieben. Bei der Einordnung von Pferderennen-Wetttipps ist daher zwischen einer begründeten Einschätzung und einer Zusicherung zu unterscheiden: Eine solche Zusicherung können Tipps nicht leisten.
Pferderennen live wetten: Wetten während des Rennens
Bei Live-Wetten wird der Wettschein erst während des laufenden Rennens abgegeben. Der Zeitpunkt der Wettabgabe unterscheidet diese Form von einer Wette, die vor dem Start platziert wird. Das Rennen ist dann bereits im Gang; die Möglichkeit, noch einzusteigen, hängt davon ab, ob eine Annahme zu diesem Zeitpunkt angeboten wird.
Live-Wetten gehören zum zulässigen Sportwettenangebot der beiden Schweizer Lotteriegesellschaften. Dieses Angebot umfasst seit 2019 neben klassischen Sportwetten auch Livewetten. Damit ist Live-Wetten als Teil des erlaubten Angebotsrahmens eingeordnet; daraus folgt keine allgemeine Aussage darüber, dass jede Pferderennveranstaltung jederzeit live bewettbar ist.
Für Pferderennen live zu wetten bedeutet somit, eine Wettabgabe während des Rennverlaufs vorzunehmen. Die Live-Komponente beschreibt den Zeitpunkt, nicht eine eigene Rennart. Entscheidend bleibt, dass die Wettannahme tatsächlich während des laufenden Rennens erfolgt; eine vor dem Start abgegebene Wette ist keine Live-Wette.
Was passiert, wenn ein „Totes Rennen“ ausgerufen wird?
Bei einem toten Rennen wird der Gewinn meist anteilig aufgeteilt. Je nach Regelung kann die Wette stattdessen ungültig sein und du erhältst deinen Einsatz zurück.
Kann ich auf Pferde auch livewetten?
Ja, bei Live-Wetten kannst du auch während des Rennens noch eine Wette abgeben.
Wie oft wird die Eventualquote bei Pferderennen neu berechnet?
Die Eventualquote wird alle anderthalb Minuten anhand der bis dahin eingegangenen Wetten neu berechnet.
Wann steht die endgültige Quote beim Totalisator fest?
Die endgültige Quote steht fest, wenn das Rennen gestartet ist und keine weiteren Wetten mehr angenommen werden.
Wann gewinnt eine Platzwette beim Pferderennen?
Bei mindestens acht Startern muss dein Pferd unter den ersten drei ins Ziel kommen. Bei vier bis sieben Startern zählen die ersten zwei Plätze.
Was muss ich bei einer Siegwette richtig tippen?
Du gewinnst mit einer Siegwette, wenn das von dir ausgewählte Pferd als Erstes ins Ziel kommt.
Weitere Sportarten: Online-Wetten in der Schweiz
Inhalt erstellt vom Team «wettenguidech.com»

